Schildkrötengehege

Schildkrötengehege im Garten

Ein Schildkrötengehege ist zwingend nötig um Landschildkröten ab einer gewissen Größe artgerecht zu halten. Lebt die Schildkröte im Freien, so sind Faktoren wie Sonnenlicht und unterschiedliche Tageslängen, die in einem Terrarium mit Hilfsmitteln nachempfunden werden müssen, schon ganz natürlich vorhanden und helfen der Schildkröte zu einem gesunden Rhythmus durch die Jahreszeiten hindurch.

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Die Größe und Gestaltung eines Außengeheges

Ein Außengehege sollte pro Schildkröte zehn Quadratmeter groß sein. Da die Schildkröten aus wärmeren Regionen stammen, ist es gut, dafür den sonnigsten Teil des Gartens auszuwählen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, es auszustatten, aber ein unbedingtes Muss ist ein Frühbeet oder Gewächshaus mit einer Wärmequelle, damit die Schildkröte sich darin auf ihre ideale Stoffwechseltemperatur erwärmen kann. Diese Wärmequelle kann mit einem Temperaturfühler und einer Zeitschaltuhr verbunden werden, so dass sie sich nur tagsüber aufheizt und auch nur dann, wenn die Außentemperatur niedriger als 20 Grad beträgt. Soll das Frühbeet auch als sichere Unterbringung für die Nacht dienen, darf die Wärmequelle nicht auch nachts angeschaltet bleiben. Denn die Tiere benötigen niedrigere Temperaturen bei Nacht.

Schildkrötengehege

Eine abwechslungsreiche Ausgestaltung des Außengeheges besteht in Wechsel von Vegetation und kargen Stellen, eingebauten Hügelchen und Rückzugsmöglichkeiten in Form von künstlich gestalteten Höhlen. Viele verschiedene Futterpflanzen sollten hier angesiedelt werden, aber auch trockene Plätze mit einer Mischung aus Sand und Kies. Der Boden kann künstlich kalkhaltiger gemacht werden, indem Muschelkalk oder Dolomitkalk ausgestreut wird. Neben viel Sonne werden auch einige Schattenplätze benötigt. Und durch eingelegte Steine oder Äste und quer liegende Baumstämme wird das Gelände noch interessanter für die Schildkröten. Eine flache Wasser- und Badeschale gehört ebenfalls zwingend in das Gehege.

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Ausbruchssicher gestalten

Schildkröten sind, auch wenn es ihre eher unbeholfene Erscheinung nicht vermuten lässt, wahre Ausbruchskünstler. Schildkröten können unheimlich gut klettern, und so mancher Schildkrötenbesitzer konnte es wohl nicht glauben,dass seine Schildkröte seinen „ausbruchssicheren“ Zaun ganz alleine überwunden hat. Einige Schildkrötenarten sind hingegen richtige Tunnelbauer, und untergraben einfach die Gehegebegrenzung.

Deshalb ist es empfehlenswert die Begrenzung nicht nur oberirdisch, sondern auch Unterirdisch zu ziehen. Graben sie dazu einfach einen schmalen Graben und legen sie Holzbretter, Steinplatten oder einen Drahtzaun in den Graben. Was die Tiefe anbelangt, so lautet das Motto natürlich „je tiefer desto besser“ jedoch sollte als Faustregel eine Panzerlänge der Schildkröte genügen. Danach wird alles wieder mit Erde verschüttet, und die Begrenzung oberflächig mit Pflanzentöpfen, Steinen, Holz oder Zaun weitergeführt. Wer Pflanzkübel verwendet, sollte unbedingt darauf achten, dass sie hoch genug sind, mindestens dreißig Zentimeter. Eine andere Faustregel besagt, das Gehege sollte mindestens so hoch sein, wie die doppelte Panzerlänge der Schildkröte. Bei allen Baumaterialien sollte darauf geachtet werden, dass diese keine zu grobe Oberflächenstruktur aufweisen. Ansonsten ist es den Schildkröten möglich guten Halt daran zu finden, und das Gehege zu überklettern.

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Die Jahreszeiten

Natürlich ist das Außengehege nur für die aktiven Zeiten der Schildkröte geeignet. Durch die natürliche Umgebung, die Veränderung von Tageslänge, Temperaturen, Sonnenstand, finden die Schildkröten aber besser in den Winterschlaf hinein. Ab Oktober, wenn die Nachtfröste anfangen, werden sie immer ruhiger und fressen immer weniger, teilweise verlassen sie ihre Schlafhäuser nicht mehr. Das ist der Zeitpunkt, sie auf die Winterruhe vorzubereiten. In einem Überwinterungskasten können sie in einem kühlen Keller überwintern oder eine weitere Möglichkeit, die stets konstante Temperaturbedingungen bietet, ist ein Kühlschrank. Einige Schildkrötenhalter belassen ihre Tiere auch während der Winterruhe im Freigehege. Dazu müssen sie mit ihrer Überwinterungskiste in die Erde eingegraben werden und etwa einen halben Meter hoch zum Schutz vor Frost mit Laub und Stroh oder Heu bedeckt werden. Außerdem ist noch als Schutz vor Fressfeinden eine Umhüllung mit Maschendraht notwendig. Die Winterruhe sollte in etwa von Oktober bis Ende März gehen.

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